Vortrag: Matthias Vernaldis „Dezemberfahrt“ als Selbstzeugnis eines Lebens mit Behinderung in der DDR
Die Historikerin Alina Sonnefeld stellt ihre Masterarbeit vor, die sich auf den Roman "Dezemberfahrt" von Matthias Vernaldi bezieht, in dem es um die Erfahrungen eines Menschen mit Behinderung in der DDR geht. Alina Sonnefeld ist Historikerin geworden, weil ihr das Wissen über die Vergangenheit ein besseres Verständnis für die Gegenwart ermöglicht. Seit sie aufgrund einer chronischen Erkrankung Behinderung(en) am eigenen Leib erfahren hat, beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte von Menschen mit Behinderungen. Über ihre Familie hatte sie das Glück, Matthias Vernaldi noch persönlich kennenzulernen. Mit ihrer Forschung möchte sie dazu beitragen, dass Vernaldi als Avantgardist der Behindertenbewegung in den geschichtswissenschaftlichen Kanon aufgenommen wird. Seine Kämpfe sollen nicht vergessen werden und als Inspiration für Gegenwart und Zukunft dienen. Matthias Vernaldi kämpfte unter widrigsten Umständen für ein freies, selbstbestimmtes und genussvolles Leben – für sich selbst und für alle anderen. Frau Sonnefeld möchte im Rahmen einer Promotion weiter zum Thema Menschen mit Behinderung in der DDR forschen. Sollten Anwesende ihre diesbezüglichen eigenen Erfahrungen mit ihr teilen wollen, damit dieser Aspekt der DDR-Geschichte dokumentiert wird, würde sie das freuen. Eine erste Kontaktaufnahme wäre an diesem Abend möglich. Die Teilnahme ist auch online möglich. Den Zoom-Link erhalten Sie nach vorheriger Anmeldung über per E-Mail. Die Veranstaltung findet in Kooperation vom Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen e.V. (www.zsl-sachsen.de) und dem Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V. (https://kompass-dresden.org) statt.
Veranstaltungsort
Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V. (Strehlener Str. 24, Erdgeschoss links)
Veranstalter
Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen e.V. in Kooberation mit dem Verband der Körperbehinderten Dresd