Schon seit August beraten wir Jane, eine Anwohnende aus dem Jägerpark, die ein Nachbarschaftsnetzwerk aufbauen will.
Im September gab es bereits ein Treffen.
Jetzt wieder eines im Oktober.
Bei Kaffee und Kuchen: Nachbarn kommen zusammen und reden über Wünsche und Probleme Es ist 15 Uhr.
Jane und Falk sind aufgeregt. Zwei Tage vorher haben sie 50 Einladungen an die Hauseingänge geklebt. Sie laden die Menschen zum Nachbarschafts-Treffen ein.
Jetzt fragen sie sich:
Haben die Menschen Lust auf ein Treffen?
Dann kommen die ersten Nachbarn. Einige kennen sich schon.
Sie wohnen im gleichen Haus.
Andere begegnen sich manchmal auf der Straße. Am Anfang sind es sieben Menschen.
Alle stellen sich vor.
Was erwarten sie vom Treffen?
Was liegt ihnen am Herzen?
Manche wissen das nicht genau.
Sie sind neugierig.
Sie möchten andere Menschen kennenlernen.
Es gibt Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.
Darüber freuen sich alle.
Was beschäftigt die Menschen im Jägerpark? Nach und nach kommen weitere Nachbarn dazu. Es entstehen viele Gespräche. Einige Menschen erzählen von Problemen in ihrem Wohngebiet.
Manche ärgern sich über Müll vor ihrer Haustür.
Dort feiern manchmal Menschen. Danach lassen sie ihren Müll liegen.
Das finden die Nachbarn nicht gut.
Andere erzählen von viel Lärm in der Nacht.
Sie fühlen sich dadurch gestört.
Auch der Wunsch nach mehr Sicherheit und Ordnung im Wohngebiet wird angesprochen.
Die Menschen haben viele Fragen und Wünsche. Aber wer kann etwas verändern?
Und wer kümmert sich um die Probleme?
Zum Beispiel geht es um den Müll im Wohngebiet. Einige Nachbarn möchten zusammen Müll sammeln.
Sie wollen ihren Stadtteil sauberer machen. Andere sagen:
Warum sollen wir den Müll von fremden Menschen wegräumen?
Diese Frage lässt sich nicht sofort beantworten.
Es gibt unterschiedliche Meinungen. Manche werden eine Müllsammelaktion organisieren.
Viele kennen den Kindertreff im Jägerpark noch nicht.
Deshalb schauen sich alle die Räume an. Dabei entstehen neue Ideen. Es könnte gemeinsam getöpfert, gebastelt, gewerkelt, gegessen oder Musik gemacht werden.
Vielleicht entsteht hier gerade ein Ort, an dem sich Nachbarn regelmäßig treffen.
Ein Ort, an dem Menschen gemeinsam etwas erleben und gestalten.
Hilfe zur Selbsthilfe Ein Bewohner wünscht sich mehr Sicherheit und Ordnung im Wohngebiet.
Manche möchten eine Person, die alles organisiert.
Sie soll sich auch um die Probleme kümmern. Doch wer soll das sein?
Alle übelregen.
Es wird etwas Wichtiges deutlich:
Nicht alle Probleme lassen sich sofort lösen.
Aber vielleicht können Lösungen gemeinsam gefunden werden. Ein Bewohner sagt: Ach so, das ist hier Hilfe zur Selbsthilfe!
Hier können alle offen sprechen.
Sie hören einander zu und lernen die Wünsche der anderen kennen.
Gemeinsam überlegen sie, was sie tun können.
Das bedeutet:
Jeder kann etwas tun.
Die Menschen helfen sich gegenseitig und setzen ihre Ideen gemeinsam um.
Zum Schluss Live-Musik! Am Ende des Treffens gibt es noch eine Überraschung. Der Gitarrenlehrer spielt ein Lied.
Die Musik ist lebendig und mitreißend.
Alle hören begeistert zu.
Auch Jane freut sich.
Sie sucht schon lange einen Gitarrenlehrer.
Nach dem Konzert tauschen die beiden ihre Kontaktdaten aus.
So ist beim Nachbarschafts-Treffen ganz nebenbei ein neuer Kontakt entstanden.
Es geht weiter! Das Treffen hat gezeigt:
Die Nachbarn haben viele Themen, Wünsche und Ideen.
Noch ist nicht klar, wie es mit den Wünschen weitergeht.
Aber viele haben miteinander gesprochen und einander zugehört.
Und daraus entsteht Gemeinschaft. Und daraus können sich gemeinsame Aktivitäten entwickeln.
Und es geht weiter:
Jeden Freitag von 15.00 bis 17.00 Uhr gibt es den Treff im Jägerpark.
Alle Nachbarn sind herzlich eingeladen.
Kontakt:
18. September 2026: 2. Treffen
Gemeinsam im Jägerpark Auf die Idee einer Bewohnerin hin fand am 18. September ein Treffen im Kindertreff am Jägerpark statt.
Das Treffen dauerte zwei Stunden.
Sieben Bewohnerinnen und Bewohner kamen zusammen.
Sie haben gemeinsam gegessen und sich darüber ausgetauscht,
was sie sich für mehr Gemeinschaft und ein gutes Miteinander im Jägerpark wünschen.
Es gab viele Ideen.
Zum Beispiel gemeinsam spazieren gehen,
Rad fahren,
Müll sammeln,
Zeit draußen verbringen,
kreativ sein,
Musik machen,
die Freizeit zusammen gestalten oder gemeinsam frühstücken.
Es war eine lebendige und schöne Runde.
Viele freuten sich über die Initiative der Bewohnerin.
Das Team von Inklusion vor Ort unterstützt diese Idee.
Auch über einen Namen für das Treffen wurde gesprochen.
Zur Auswahl standen zum Beispiel „Oase“, „Lagune“ oder „Netz“.
Das Netz steht für die Verbindung zwischen allen Menschen im Jägerpark.
Alle hatten den Wunsch, sich bald wiederzusehen.
Deshalb wurde vereinbart, dass es künftig regelmäßige Treffen am Freitag geben soll.
Das Team von Inklusion vor Ort ist einmal im Monat dabei.
Es unterstützt die Gruppe dabei, gemeinsame Ziele zu finden und zu überlegen, wie die Ideen umgesetzt werden können.
Die Vorfreude auf die nächsten Treffen und auf viele gemeinsame Aktivitäten im Jägerpark ist groß!
05. September 2026: Sommerfest im Jägerpark
Am Samstag, 5. September 2026, war ein Sommerfest im Jägerpark.
Dort gibt es auch weitere Hinweise für die Gestaltung eines inklusiven Stadtteils.
Die Hinweise kommen aus den Gesprächen und Ideen beim Sommerfest.
30. Juli 2026: 1. Treffen
Am Donnerstag, den 30. Juli 2026, fand das erste Stadtteil-Treffen im Jägerpark statt. Trotz der großen Hitze kamen zwölf Menschen.
Bewohnende und Menschen aus dem Stadtteil wollten über ihren Stadtteil reden.
Gemeinsam haben wir über vier Fragen gesprochen: - Wie gefällt uns das Leben im Jägerpark? - Was bedeutet Nachbarschaft? - Was brauchen die Menschen im Jägerpark? - Was soll sich verändern?
Viele Menschen leben gerne im Jägerpark. Sie mögen die Nähe zur Stadt und zur Elbe. Auch die Spielplätze und der Kindertreff sind wichtig. Die Hilfsangebote werden gerne genutzt. Im Jägerpark leben Menschen aus vielen Ländern und Kulturen.
Aber es gibt auch Probleme. Es gibt zu wenige Sitzbänke und Treffpunkte. Viele Nachbarinnen und Nachbarn kennen sich kaum. Die Bus-Verbindung in die Stadt ist schwierig. Für Jugendliche gibt es zu wenige Angebote. Auch die Sauberkeit und die Wege sind ein Thema.
Viele Menschen wünschen sich mehr Barrierefreiheit.
Die Bewohnenden haben viele Ideen. Sie wünschen sich mehr Treffpunkte und Sitzbänke. Eine Tischtennisplatte wäre schön. Auch mehr Angebote für Jugendliche sind wichtig. Ein kleiner Laden, ein Eisverkauf oder ein kleines Café wären ebenfalls einegute Idee.
Dabei wurde klar:
Die Menschen im Jägerpark kennen ihren Stadtteil am besten.
Sie wissen, was gut ist und was sich verändern soll.
Das erste Treffen war ein wichtiger Anfang. Die Menschen konnten miteinander sprechen und sich besser kennenlernen.
Gemeinsam kann etwas Neues entstehen: Ein Stadtteil, in dem sich mehr Menschen wohl und zuhause fühlen.