18. August 2026: 10. Treffen
Die extreme Hitze macht eine Pause.
Über Dresden ziehen Wolken.
Es regnet.
Unser Stammtisch findet trotzdem wie gewohnt statt.
Auch dieses Mal kommen verschiedene Menschen und Perspektiven zusammen.
Bei unserem Treffen sind dabei:
- eine Person vom inklusiven Kunst- und Kulturprojekt farbwerk
- zwei Personen von der Stadtteil-Initiative Pro Pieschen
- eine Person vom Sehzentrum Dresden
- eine Selbstvertreterin mit ihrer Assistenz
Die Selbstvertreterin ist bei Inklusion vor Ort aktiv.
Sie erzählt von ihren Gedanken zur Fachtagung der ehs im Juni.
Sie fand die Fachtagung sehr interessant und wichtig.
Bei der Fachtagung wurde viel über Ehrenamt und Netzwerke gesprochen.
Für sie hat aber ein wichtiger Punkt gefehlt:
Ein Netzwerk entsteht nur, wenn Menschen mit Leidenschaft mitmachen.
Sie müssen bereit sein, Zeit und Energie einzubringen.
Was braucht gutes Ehrenamt?
Deshalb sprechen wir am Anfang des Treffens gemeinsam über Ehrenamt.
Wir überlegen:
Was braucht es, damit Ehrenamt gut funktioniert?
Aus unserer Runde kommen verschiedene Antworten:
- Es braucht Leidenschaft und einen persönlichen Antrieb.
- Es braucht ein persönliches Interesse.
- Es braucht Lust und Mut, etwas in der Gesellschaft verändern zu wollen.
- Es braucht Zeit und gute Organisation. Denn Ehrenamt muss neben Arbeit, Familie und anderen Aufgaben im Leben möglich sein.
- Manchmal braucht es Geduld und Durchhaltevermögen. Eine Person beschreibt das als „Marathon“ oder „Langlauf“.
- Gleichzeitig sind kleine und schnelle Erfolge wichtig. Eine Person nennt das die „Kurzstrecke“.
Ehrenamt, besonders im Bereich Inklusion, kann außerdem etwas sichtbar machen:
Menschen mit Behinderungen können viel und können aktiv mitgestalten.
Das wird leider von manchen Menschen noch immer vergessen oder nicht wahrgenommen.
Kleine Dinge können viel verändern
Wir sprechen auch über unsere Nachbarschaft.
Ehrenamt kann ein Stadtviertel verbessern und verändern.
Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen.
Zum Beispiel ein Lesecafé am Abend.
Dafür braucht es vielleicht nur einen Raum, einen Sessel und Menschen, die freiwillig mitmachen.
Natürlich ist es schön und wichtig, wenn ehrenamtliches Engagement gewürdigt wird.
Aber Anerkennung ist nicht der wichtigste Antrieb.
Menschen engagieren sich vor allem, weil ihnen etwas wichtig ist und sie etwas bewegen wollen.
Gemeinsam stärker
Am Ende sind wir uns einig:
Vernetzung ist wichtig.
Wir können voneinander lernen,
Erfahrungen teilen
und gemeinsam neue Ideen entwickeln.
So können wir Dinge besser machen.
Genau das erleben wir auch bei unserem Stammtisch.
Menschen aus unterschiedlichen Bereichen kommen zusammen,
erzählen von ihren Erfahrungen und lernen voneinander.
Unser Stammtisch ist damit selbst ein kleines Beispiel dafür,
wie Vernetzung und Ehrenamt funktionieren können.
Nächstes Treffen
Dienstag, 15. September 2026
16:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: Café im Stadtforum
Das Treffen erkennt man
an der pinken Fahne
von „Inklusion vor Ort in Dresden“.